Technisches Fundament: Warum „Natur“ besser schützt als „Technik“
Natürlicher Hochwasserschutz & Kostenwahrheit: Warum wir umdenken müssen
Die aktuelle Hochwasserstrategie ist teuer, anfällig und ungerecht. Wir brauchen eine Wende, die den Schutz der Bürger über die Interessen von Planern und Banken stellt.
1. Das „Schwamm-Prinzip“: Warum Natur günstiger ist
Technischer Hochwasserschutz (Becken, Pumpen, Dämme) ist teuer in Bau und Ewigkeitslast bei der Wartung. Zudem ist er starr: Ein Rohr hat einen begrenzten Querschnitt – ist der voll, läuft das Wasser in den Keller.
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Unsere Lösung: Der natürliche Schwamm-Effekt (Wegraine & Hecken) nutzt die Fläche. Er speichert Wasser, wo es fällt, und gibt es gedrosselt ab.
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Der Kostenvorteil: Wir müssen keine Betonbauwerke neu errichten, sondern nur bestehende Flächen (Wegraine) aus der landwirtschaftlichen Nutzung nehmen. Das kostet fast nichts, ist dauerhaft wirksam und wartungsfrei.
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2. Baugebiete & das „Biber-Problem“: Sicherheit statt Täuschung
Neue Baugebiete versiegeln den Boden massiv. Die Folge: Das Wasser muss irgendwo hin.
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Die Realität: Rückhaltebecken in Neubaugebieten müssen technisch auf dem neuesten Stand sein. Sie müssen „bibersicher“ konstruiert werden, damit sie nicht bei der ersten Aktivität des Bibers versagen.
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Das Beispiel Forstweg/Haste: Wir sehen dort das Scheitern technischer Planung: Trotz (oder wegen) halbherziger Biber-Eingriffe ist die Kanalisation völlig überlastet. Das zeigt: Eine „Biber-Täuschung“ oder vage Hoffnung auf natürliche Regulierung ersetzt kein echtes Rückhaltebecken. Wer baut, muss für eine funktionierende Entwässerung sorgen – und zwar so, dass sie bei jedem Wetter und bei jeder Biber-Aktivität sicher ist.
3. Kostenwahrheit: Das Verursacherprinzip statt Banken-Gewinne
Es ist ein Skandal, wie die Kosten heute verteilt werden:
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Die Fehlentwicklung: Investoren und Bauträger realisieren Gewinne durch neue Flächenausweisungen, während die Allgemeinheit und die Gemeinde über Jahrzehnte die Zinsen für teure, technisch komplexe Rückhalte-Großprojekte abbezahlen – oft finanziert über Bankkredite, bei denen am Ende nur die Finanzinstitute verdienen.
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Unsere Forderung: Schluss mit der Sozialisierung der Kosten! Wer baut, ist der Verursacher der Verdichtung. Die Kosten für notwendige, bibersichere Rückhaltebecken müssen zwingend vollständig über die Erschließungsgebühren gedeckt werden.
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Keine Last für den Steuerzahler: Es darf nicht sein, dass die Allgemeinheit für die fehlplanenden Infrastruktur-Projekte zahlt, während die Verursacher ihren Profit machen.
Fazit: Sicherheit für alle Einwohner
Wir fordern eine doppelte Sicherheit:
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Dezentraler Schutz: Renaturierte Wegraine als „Schwamm“ für die gesamte Landschaft.
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Solide Technik bei Neubau: Echte, autarke, bibersichere Rückhaltebecken für neue Gebiete – finanziert durch die Erschließung, nicht durch Schulden der Bürger.
Wir lassen uns nicht länger mit wirkungsloser Technik abspeisen, die unsere Steuergelder verschlingt, während unsere Straßen bei jedem Starkregen zum Fluss werden.


